David der kleine Hirtenjunge
Ein Weihnachtssingspiel für Kinder
1 Szene
Hirten auf dem Feld
(Die Hirten fegen sich auf den Boden und schlafen. Die anderen Mitspieler nehmen ihm Ausgangsposition ein)
Erzähler: David ist ein kleiner Hirtenjunge. Täglich muss er mit seinen Brüdern und Schwestern hart arbeiten. Schon früh am Morgen, wenn noch alles schläft, heißt es aufstehen.
(Die Mutter geht zu den Hirten und weckt sie auf)
Mutter: Aufstehn! Los, beeilt euch die Tiere müssen versorgt werden.
(Die Hirten Gähnen, recken und strecken sich. Nur David schläft noch. Die Mutter geht euch zu David hin.)
Mutter: David, was ist denn mit dir los?
David: Ach, ich bin noch so müde. Lass mich noch ein wenig schlafen
Mutter: Kommt gar nicht in Frage Es gibt viel zu tun Also komm und steh jetzt auf!
(Beim folgenden Lied ,, Wir Hirten haben viel zu tun" spielen die luden zu den Strophen und stellen den Text pantomimisch dar)
Lied: Wir Hirten haben viel zu tun, 5 Strophen
Erzähler: Eines Abends bleiben David und die anderen Hirten auf dem Feld bei ihrer Herde Sie haben sich in warme Decken eingewickelt und ein großes Feuer angezündet, denn es ist sehr kalt in dieser Nacht. Alle schlafen schon. Nur Samuel, Asam und Joram kauern um das Feuer und halten Wache.
(Samuel Asam und Joram richten die Holzscheite zu einem Lagerfeuer her und setzen sich händereibend darum herum.)
Joram: (zeigt auf die schlafenden Hirten) Die haben es gut! die können jetzt schlafen.
Asam: Ich würde mich auch lieber hinlegen. Es war heute ein anstrengender Tag und ich bin soooo müde.
Samuel: Irgendjemand muss ja Wache halten. Oder wollt ihr, dass die Wölfe über uns und die Schafe herfallen.
Benjamin: Natürlich nicht!
Joshua: Komm, Joram, leg noch mal Holz nach, damit das Feuer nicht erlischt
(Joram steht auf um Holz zu holen Da bleibt er plötzlich stehen Er schaut zu den Engeln. Diese erheben sich langsam strecken ihre Arme nach oben und winken mit weißen Tüchern.)
Joram: (zeigt zu den Engeln) He, seht mal dort!
Benjamin: (schaut in die Richtung) Warum, was ist da?
Joram:: Seht nur da hinten, ein Licht, so hell, wie ich es noch nie gesehen habe
Joshua: Ja wirklich!
(Joram, Asam und Samuel gehen zu den schlafenden Hirten und rütteln sie wach.)
Joram:: He, aufwachen! Seht da hinten ein helles Licht!
(Verschlafen richten sich die Hirten auf. Sie gähnen, reiben sich die Augen und schauen zu den Engeln)
Gad: So hell leuchten die Sterne nur, wenn ein König geboren wird.
David: (steht auf und geht zu Samuel) Was, ein König wird geboren? In einem richtigen Schloss mit Türmchen?
Samuel: Das ist nicht gesagt Sieh mal. der große König David war auch nur ein kleiner Hirtenjungen als ihn Gott zum König auserwählt hat.
Benjamin: Seht nur, der Schein wird immer größer!
Ruben: Ich habe Angst
(Langsam kommen die Engel näher)
Asam: Er kommt immer näher zu uns!
Erzähler: Die Hinten fürchten sich sehr. Sie wissen nicht, was das zu bedeuten hat. David rückt ganz nahe zu Samuel. Samuel ist der Stärkste unter ihnen und hat vor nichts Angst. Aber selbst er zittert, als dieses gewaltige Leuchten über dem Hirtenfeld ist.
Engel: Fürchtet euch nicht. Wir bringen euch eine frohe Botschaft.
(Beim folgenden Lied „Fürchtet euch nicht“ tritt der Engelschor zu den Hirten. Die Hirten weichen zurück und halten die Hände vor die Augen. Nach der 3 Strophe wird der Kanon „Fürchtet euch nicht solange weitergesungen, bis die Engel wieder an ihren Ausgangspunkt zurückgekehrt sind)
Lied: Fürchtet euch nicht
II Szene
Engel verkünden die Geburt des Herrn
Erzähler: Nachdem die Engel verschwunden sind, sitzen die Hirten wie benommen da Keiner wagt ein Wort zu sagen. - Da springt David plötzlich auf und ruft den andern zu?
(David springt auf)
David: Kommt, wir wollen uns auf den Weg machen und zum Stall eilen.
Joram:: Ja, David hat recht. Lasst uns laufen, um das Kind zu sehen
Asam: Den Retter der Welt!
(Die Hirten stehen auf und wollen losgehen. Da bleibt David stehen und hält die anderen auf)
David: Halt! Wir wollen dem Kind Geschenke mitbringen.
Samuel: Mit leeren Händen können wir wirklich nicht vor den Erlöser treten.
Joram: Ich habe aber nichts, außer dem Stück Brot.
Asam: Und ich bringe ihm die Milch.
David: Und ich das weiche Fell
Gad: Ich schenke ihm ein helles Licht.
Benjamin: Ich habe hier noch zwei Bonbons.
Joshua: Ich schenke ihm meine Flöte.
Ruben: Ich schenke ihm meinen Schal.
Samuel: Das ist doch schon etwas Packt die Sachen zusammen. Ich glaube, dieses Kind wird verstehen, dass unsere Gaben zwar klein sind, aber von Herzen kommen.
Erzähler: Die Hirten packen die Sachen zusammen. Sie löschen das Feuer. zünden eine Laterne an, verabschieden sich von den Schafen, winken ihnen nochmals zu und machen sich auf den Weg durch die Nacht
(Beim folgenden Gemeindelied: Auf ihr Hirten" marschieren die Hirten los. In dieser Zeit kann ein neues „Bühnenbild“ vom Ort Bethlehem entstehen: Das Kaufhaus, das Wirtshaus und das Priesterhaus werden errichtet. Kranke Arme und Kinder gehen auf ihre Plätze.)
Lied: Auf ihr Hirten
III Szene
Die Hirten machen sich auf den Weg und laden zum Mitkommen ein
Erzähler: Einige Zeit sind die Hirten nun schon unterwegs. Da kommen sie in ein kleines Dorf, namens Bethlehem. Die Leute schlafen allesamt Die Hirten aber singen und freuen sich. Ja, sie klatschen in die Hände und tanzen.
(Hirten singen ,,Kommt und singt ein Lied mit mir)
Erzähler: Durch den Lärm, den die Hirten machen, werden die Dorfbewohner wach. Die Kaufleute schauen aus den Fenstern.
Kaufmann: Was ist los? Seid ihr verrückt geworden? Warum macht ihr solchen Lärm?
David: Jesus, der Retter ist heute geboren!
Asam: Und Wir sind auf dem Weg zu ihm.
Joram:: Kommt doch mit und freut euch!
Kaufmann 1: Ihr habt wohl schlecht geträumt. Oder seid ihr betrunken?
Kaufmann 2: Lasst uns schlafen Wir müssen morgen wieder bald aufstehen.
(Beim folgenden Lied „He, Kaufmann“ gehen die Hirten nach der ersten Strophe vom „Kaufleutehaus“ weiter zu den Wirten und im Anschluss daran zu den Priestern)
Lied: He Kaufmann (wird vom Singkreis gesungen)
Erzähler: Ihr könnt euch denken, wie enttäuscht David und seine Freunde sind Alle lachen sie nur aus und beschimpfen sie - und keiner will mitgehen.
David: Da wird der Retter der Welt geboren und die Menschen erkennen ihn nicht
Joram:: Vielleicht war es ja wirklich nur ein schöner Traum?
David: Jetzt fang du auch noch an!
Asam: Aber warum sollten die Engel ausgerechnet zu uns Hirten kommen? Wir sind doch völlig bedeutungslos!
Samuel: Ich glaube, Gott liebt die unbedeutenden Menschen: Die Armen und die Schwachen, die Kranken und die Kinder. Denkt nur an den großen König David. Die Hohen stürzte er vom Thron und erhöhte die Niedrigen.
Benjamin: Trotzdem! Lasst uns umkehren
(Die Hirten sprechen durcheinander Die einen wolle;' weitergehen, die anderen umkehren - Währenddessen erheben sich die Engel Sie kommen zu den Hirten und winken mit ihren weißen Tüchern, - David deutet auf die Engel geht zu den anderen Hirten und zeigt es ihnen. Nun schauen alle Hirten zu den Engeln.)
David: Da seht nur, da ist es wieder!
Joshua: Was??
David: Da hinten, das Licht über Bethlehem Wir haben uns nicht getäuscht.
Lied: Der Weihnachtsstern der weiß den Weg
Erzähler: Nun wissen die Hirten, dass sie nicht geträumt haben Schneller als zuvor machen sie sich auf den Weg. Am Dorfrand von Bethlehem treffen sie auf Menschen, die in Lumpen gekleidet auf der Straße sitzen und liegen Es sind die Aussätzigen und die kranken. die nicht mehr bei den Gesunden leben dürfen Als sie die Hirten erblicken, rücken sie näher um eine kleine Gabe zu erbetteln. Ahas, der von Kindheit an gelähmt ist, humpelt mit seinen Krücken auf David zu.
Ahas: Wohin geht ihr mitten in der Nacht7
David: Wir eilen zum Stall. Der Retter der Welt ist heute geboren.
Ahas: Tobias, Efraim, Miriam, habt ihr das gehört? Der Retter ist geboren Er wird uns heilen. Kommt, da gehen wir mit!
Tobias: Ich würde ja gerne mitkommen, aber ich bin blind und kann den Weg nicht mehr sehen
Samuel: Das macht nichts, ich werde dich führen
(Samuel geht zu Tobias und nimmt ihn an der Hand)
Ahas: Und ich mit meinen Krücken? Ich halte euch nur auf.
Joram:: Nein, ich werde dich stützen. Und wenn es sein muss, dann trage ich dich.
(Joram geht zu Ahas und stützt ihn)
Tobias: Und Efraim? Er kann nichts mehr hören.
Ahas: Und Miriam? Sie kann nicht mehr sprechen?
David: Um die kümmere ich mich Wir werden uns mit Händen und Füßen unterhalten.
(Beim folgenden Lied „Komm und gib mir deine Hand“ schließen sich die Blinden, Tauben, Lahmen, Stummen, sowie die Armen und Schwachen und die Kinder dem langen Zug an, der durch die Kirchengänge zur Krippe zieht. Evtl. können 8u0h zuschauende Kinder mitgenommen werden. Das Gemeindelid bietet die Möglichkeit eines Umbaus. Während des Liedes stellen sich Maria und Josef neben der Krippe auf Hinter der Krippe stellen sich die Engel in einem großen Halbkreis auf)
Lied: Komm und gib mir deine Hand
IV. Szene
Die Hirten kommen zum Stall und bringen ihre Geschenke
(Gemeinsam mit den, „Kranken, Schwachen, Kindern“ und weiteren Leuten kommen die Hirten zum Stall)
Erzähler: Noch ein kurzes Stück und da ist er Der armselige Stall von Bethlehem. Er ist schon ziemlich baufällig Doch heute strahlt er in einem ganz besonderen Glanz. Engel fliegen auf und nieder und ein großer Stern leuchtet auf.
(Engel winken mit ihren Lorbern Ein Stern wird hoch gehalten.)
Erzähler: Ganz behutsam und andächtig treten die Hirten näher Sie fallen auf die Knie und sehen zum Kind. Da lächelt das Kind die Hirten freundlich an. Und alle spüren tief in ihrem Herzen die Liebe und Freude, die von diesem Kind ausgeht. Maria und Josef freuen sich, dass so viele gekommen sind.
Lied: Ihr Kinderlein kommet (3 Strophen)
Maria: Schön, dass ihr alle gekommen seid.
David: Die Engel haben uns auf dem Feld verkündet, dass der Retter geboren ist
Joram:: Wir haben uns gleich auf den Weg gemacht.
Asam: Die ganze Nacht sind wir gegangen um das Kind zu begrüßen
Samuel: Den König von Himmel und Erde zu preisen.
Maria: Es ist Gottes Sohn, der uns Menschen erlösen wird.
(David tritt zur Krippe vor und schaut dem Kind ins Gesicht.)
David: Er hat so freundliche Augen.
Maria: Willst du ihn einmal tragen?
Erzähler: Doch David schüttelt den Kopf. Er ist ganz verlegen. Da nimmt Maria das Kind aus der Krippe und drückt es David in die Arme. Da leuchten die Augen Davids und er ist stolz, dass er Jesus, den Retter der Welt, in seinen Händen hält. Als dann Maria ihr Kind wieder in die Krippe legt, packen die Hirten aus, was sie an Gaben mitgebracht haben.
(Hirten legen die Geschenke vor der Krippe nieder)
Erzähler: Nachdem jeder sein Geschenk abgegeben hat, lacht das Kind alle an. Ein helles Leuchten strahlt im Stall auf und alle fühlen in ihren Herzen ein Glück und eine Freude, wie sie es noch nie gespürt haben. Da begreifen sie, dass Gott mit diesem Kind seine Liebe in diese Welt gesandt hat.
David: Kommt, wir wollen zu den Menschen gehen und ihnen verkünden, dass heute der Retter geboren ist
Schlusslied: Komm das Wunder anzusehen